ERP-System - Erwartungen, Implementierung

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ERP-System - Erwartungen, Implementierung
Fragestellung/Problem:

ich bin nun mittlerweile 4 Monate im Unternehmen angestellt (Bauträger Wohnimmobilien, 1 Holding, 10 rechtl. selbstständige Untergesellschaften in verschiedenen Städten Deutschlands) mit einer gewachsenen Buchhaltungsstruktur.
Jahresumsatz: 30 - 35 Mio €, Ziel soll zwischen 50 und 100 Mio €/a liegen
Mitrarbeiter: 50

Ich habe nun hier ein paar Probleme von denen ich hoffe, doch Sie mit einem ERP System lösen zu können. Alle Auswertungen mache ich momentan mit Excel - exportiere mir also Kostenstellen, Kreditoren, ... aus der Buchhaltung. Schreibe die Projektpläne im Excel (dazu noch MS Project, es sind momentan 10 Projekte in den jeweiligen Gesellschaften), gleiche sie mit der Buchhaltung ab (leider ist diese mit buchen 6 Wochen ca hinterher). Das alles kostet sehr viel Zeit. Der Aufsichtsrat wünscht sich zu dem
Was würde ein ERP System bringen?
Und zweitens haben wir so eine Software hier im Unternehmen, nur keiner weiß mit ihr umzugehen (ich selbst habe marginale Erfahrungen mit ERP Systeme - vor 6 Jahren habe ich mal in "Varial" hineingeschnüffelt, aber eigentlich null Kenntnisse). Der Name des Systems ist "Summa Business Pilot" von Lucanet. Das Programm gibt es aktuelle schon gar nicht mehr sondern deren Nachfolger (?). Kennt ihr das Programm? ist es "gut"?

Vielen Dank fürs helfen!!!

ppcon
Also bei uns gab es auch eine Version von Lucanet für die Konzernkonsolidierung. Wurde inzwischen aber alles abgelöst durch ein großes System.

50 MA ist nicht so groß. Aber gibt bestimmt auch kleine ERP-Lösungen.
Probleme wie den sechswöchigen Rückstand der Buchhaltung löst aber auch kein ERP-System.  Eine solche Einführung zwingt ein wenig dazu, sich über die Daten klar zu werden, welche wollen wir wie pflegen, aber mehr auch nicht. Da können auch gute Excel-Tools viel weiterhelfen.
Lucanet ist meines Wissens kein ERP - System, sondern lediglich eine Software für die Unternehmensplanung (Finanz-, Bilanz- u. GuV - Planung) und Konsolidierung.

Die Daten, die dort verwendet werden, müssen aber auch irgendwo her stammen, eigentlich aus der Buchhaltung. Ist die Buchhaltung im Buchungsrückstand, hast Du auch hier keine bessere Aussagemöglichkeiten.

Wir arbeiten mit Lucanet zweitweise. Es ist soweit ok, allerdings habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Für die Art von Auswertungen, die Du erwartest, nehme ich aber unser ERP - System, in dem sämtliche Geschäftsprozesses unseres UN erfaßt werden und durch Buchungen dargestellt sind (nicht nur reine Finanzbuchhaltung).

Die Einführung eines ERP - Systems ist auch ein großangelegtes Projekt, das nicht von jetzt auch gleich funktioniert. Es werden schon mehrere Monate ins Land gehen, bis das ERP - Systems eingeführt ist und genutzt werden kann. Bis die Daten dann auch verläßlich sind, dauert es dann auch wieder etwas, da die Mitarbeiter sich auch erst in dem neuen Systems zurechtfinden müssen und die Qualität der Buchungen nicht gewährleistet ist.

Als kurzfristiges Allheilmittel ist so ein ERP - System daher nicht geeignet. Langfristig kann es die Arbeit aber, wenn es vernünftig implementiert wurde, erheblich vereinfachen.
dann bleibt für mich die grundsätzliche Frage:
was kann ich von einem ERP System erwarten? Momentan bin ich eben an dem Punkt erst, den Vorstand davon zu überzeugen, dass wir die nächsten 5 Jahre planen müssen (und auch können).
Mit einem ERP - System kannst Du weitestgehend alle Unternehmensbereiche abbilden, sei es Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Produktion, Controlling, etc.

Es ist eine erhebliche Arbeitserleichterung für viele Bereiche, so müssen z.B. Rechnungen, die der Verkauf schreibt nicht mehr manuell von der FiBu gebucht werden (schnellere Verfügbarkeit der Daten, weniger Aufwand für die Fibu), etc.

Unser Unternehmen ist kleiner als Eures, aber auch wir arbeiten mit einem ERP - System. Ich könnte es mir auch schwerlich anders vorstellen, finde es sehr angenehm, daß ich alle notwendige Daten in einem System finde.

Auswertungen erstelle ich trotzdem häufig auch in Excel, aber ich muß mir die notwendigen Daten nicht mühevoll aus verschiedenen Quellen zusammensuchen.
Bearbeitet: EK3 - 12.03.2012 12:21:24
Zitat
Personalcontrollerin schreibt:
Probleme wie den sechswöchigen Rückstand der Buchhaltung löst aber auch kein ERP-System.

Da wage ich mal zu widersprechen. Wenn das System vernünftig ist, spart man jede Menge Zeit - z.B. mit automatischen Rechnungsläufen. Und auch für die PM-Abrechnung hat unser ERP-System v.Soft uns viel gebracht - dank der integrierten Projektmanagement Software Funktionen und den Kostenbudgets. Schon praktisch, wenn man eine Software für alles hat.
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