Maschinenstundensatz - Problem mit Einbeziehung der Auslastung

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hallo zusammen,

habe ein vermutlich nicht weiter schweres, für mich aber dank denkblockade gerade nicht lösbares problem hinsichtlich der einbeziehung der auslastung in die errechnung des maschinenstundensatzes:

folgende Daten habe ich:

Anschaffungswert: 889 k€
nutzungsdauer: 8 J.
Verzinsung des Kapitals: 5 %
Flächenbedarf: 3000 m²
kalk. Miete / m² / Monat: 4€
Instandhaltungskosten: 1,5% vom Anschaffungswert / Jahr
Strom und Gaskosten / h: 31€
Max. Kap.: 6300 h
Auslastung 2700 h
Lohnkosten / h: 34,99 €

es ist mir irgendwie nicht möglich, hieraus den stundensatz zu berechnen, weil ich nicht weiß, wie ich die auslastung (42,86%) einbringen muss. der stundensatz muss ja höher ausfallen als bei 100% auslastung.

wäre dankbar für eine erklärung mit berechnungsschritten. DANKE!

gruß, gerrard
Hallo Gerrard,

der Stundensatz ist doch höher als bei Vollauslastung.

Du rechnest doch die Kosten aus und teilst diese dann durch die Auslastung und nicht durch die maximale Kapazität. Durch den kleineren Nenner fällt doch somit automatisch der Stundensatz höher aus. Mit Prozenten würde ich hier erst garnicht rechnen.

Ich kann dir noch diesen Maschinenstundensatz Artikel empfehlen. Dort einfach Laufstunden = Auslastung anwenden und schon klappts. Wenn du dann Laufstunden = Max. Kap. machst siehst du, dass der Satz mit der Auslastung höher ist.

Gruß Reaper
Zunächst einmal danke für die Antwort. bin weitergekommen.

jetzt aber das nächste Problem: Ich arbeite die Stundesätze für 3 verschiedene Konstellationen aus, es verändert sich von Konstellation zu Konstallation die Anzahl der Schichten und somit auch die Anzahl der Mitarbeiter:
1schicht: 3 MA
2schicht: 6 MA
3 Schicht: 9MA

Wie muss ich rechnen?
Gerechnet mit einem Kostensatz von 46000 pro Mitarbeiter p.a., komme ich zu dem Ergebnis, dass mein Stundensatz steigt!

Im 1schicht Betrieb sind ja insgesamt nur 3 MA notwendig, d.h. pro Stunde sind das:
46000*3 / Produktivstunden

Im 2schicht Betrieb sind insgesamt 6 MA notwendig, im 3schicht Betrieb 9. Somit müsste ich doch dann 46000*6 bzw. 46000*9 auf die Produktivstunden verteilen oder nicht?
Wenn ich so rechne, kommt aber nun mal von Schicht zu Schicht ein höherer Satz raus, weil das, was ich durch höhere Studen bei AfA, Zinsen etc. spare, bei den PersKosten viel höher wieder draufkommt!

Wo ist mein Denkfehler, oder ist das tatsächlich so richtig wie ich das gerechnet habe? Müssten sich die Personalkosten pro Stunde gleich verhalten, weil ich zwar auch das 2 bzw. 3 fache an Personal habe, aber auch gleichzeitig das 2 bzw. 3 fache an Produktivstunden?

danke schonmal.

gerrard
Hallo,

deine Berechnung kann durchaus möglich sein. Dann scheint es so, als ob die Maschine nur einen sehr geringen Fixkostenanteil hat. Wenn man dann noch zusätzlich bedankt, dass durch die höhere Nutzung evtl. Wartungsintervalle kürzer ausfallen bzw. die Ausfallquote steigt, dann kann es durch aus möglich sein, dass es sich garnicht rentiert.

Das bei 2-3 facher Auslastung gleich 2-3 fach mehr Produktivstunden kann angenommen werden, wie aber schon beschrieben sollte man hier evtl. steigende Ausfälle durch die erhöhte Auslastung berücksichtigen.

Gruß Reaper
Hallo Gerrard,

Ich denke Dein Fehler liegt in der grundsätzlichen Vorgehens- und Denkweise. Ich weiß nicht ob ich mit irgendeiner Lehrmeinung dakor gehe oder nicht.
Was willst DU wirklich? einen Maschinenstundensatz berechnen oder die Gesamtkosten / Std an der Maschine berechnen?
Der Unterschied liegt darin dass ich bei dem Maschinenstundensatz auch nur die Kosten der Maschine berechne, d.h. da interessieren mich die Personalkosten überhaupt nicht => ich errechne da für Dich bei 2700 Std/ Jahr einen Satz von grob 52,60 €/Std. Bei den 6300 Std / Jahr errechnet sich ein M-Std-Satz von 22,60 €/ Std. [COLOR=#BB0033](Achtung nur grob berechnet)[/COLOR] Um die Gesamtkosten der Maschine / Std zu erhalten, zählst DU jetzt deine Personalkosten / Std für das eingesetzte Personal dazu = 3 x 36 = 108 €/ Std.

So dann frage ich mich auch warum Du bei einem Maschinenstundensatz die Kosten / Mitarbeiter berechnest? Da macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn!

Wir könnten jetzt noch Stück für Stück tiefer gehen, aber das sollte vorerst reichen.
Gruß
Hartmut Bös
nochmals hallo.

zunächstmal danke für eure antworten.

das problem habe ich mittlerweile gelöst, ich hab VÖLLIGEN unsinn gerechnet - die 3fache anzahl der mitarbeiter hebt sich natürlich mit der 3fachen auslastung (sprich 3facher output) auf.

die ausfallquote wird sicherlich noch zu berücksichtigen sein, genauso aber auch die tatsache, dass bei mehrschichtbetrieb trotzdem nur einmal anheizen der maschine notwendig ist.

zu den personalkosten: ich gehe in der annahme, dass die personalkosten, die für produktionsmitarbeiter anfallen, fast ausschließlich für die bedienung irgendwelcher maschinen anfallen. sagen wir einmal 90% (rein hypothetisch, weiß noch nicht, wie sich das bei uns verhält). diese 90% würde ich dann auf die maschinen aufteilen, je nachdem, wie viele stunden ein mitarbeiter letztendlich an der maschine tätig ist. so dass einem produkt (erstmal angenommen, dass kein mehrproduktfall vorliegt), das auf einer maschine hergestellt wird, auch die entsprechenden personalkosten zugerechnet werden.
die restlichen 10% müsste man dann in der kalkulation mit einem anderen schlüssel verteilen.

so sehe ich das...
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