Soll-Produktmarge zur Erreichung des Plan-Gewinns

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Hallo zusammen,

ich bin hier ganz neu, und versuche mein Glück bei Euch, weil ich nicht weiterkomme.

Ich soll die Soll-Marge berechnen, die wir auf den Materialaufwand unserer Produkte aufschlagen müssen. (D.h. Verkaufspreis / Materialkosten). Die Soll-Marge soll, unter Berücksichtigung der Kosten, den Unternehmens-Plan-Gewinn erzielen.

Ich habe folgende Daten gemäß Unternehmensplanung:
Umsatz: 25 Mio. Euro
Materialaufwand: 15 Mio. Euro
Kosten: 9 Mio. Euro
Gewinn vor Steuern:  0,7 Mio. Euro

Und ich soll nun die Soll-Marge ausrechnen, die wir auf die Produkte aufschlagen müssen (Umsatz / Materialaufwand), z.B. 105%.
Problem ist, dass bei der 5-Jahresplanung z.B. das Verhältnis Umsatz zu Materialaufwand immer gleich bleibt, jedoch die Kosten unterproportional wachsen. Wenn ich das einfach rechne, dann bekomme ich ja immer einen sinkenden Soll-Aufschlag.
Könnt Ihr mir sagen, wie ich da vorgehen muss?
Danke und Grüße
Alex88
Hallo,

ich sehe hier keine andere Möglichkeit. Wenn in eurer Planung steht das der Umsatz in den nächsten Jahren gleich bleibt und das bei steigenden Kosten, wie soll da was anderes mit der Formel berechnet werden?

Bei der Formel wird doch nur berechnet wie viel Umsatz durch eine gewisse Menge Material generiert wird. Wenn jetzt natürlich die Kosten höher werden, fällt diese Zahl, weil aus der gleichen Menge Material weniger Umsatz entsteht.

Daher verstehe ich auch dein System noch nicht, was du auf die Produkte aufschlagen möchtest.

Ich hoffe du kannst es mir noch etwas näher erläutern, damit wir doch evtl. eine Lösung finden.

Gruß Reaper
Hallo Reaper,

danke für Deine Antwort. Ich weiß, ich glaube auch, dass das gar nicht geht. Ich soll jedoch für unser Unternehmen ausrechnen, wie unsere Produkte kalkuliert sein müssen, damit wir unseren Plan-Gewinn erreichen. Falls Du einen ganz anderen Ansatz weißt, wäre ich auch dankbar.
Ich habe überlegt, dass ich das nur anhand unserer GuV berechnen kann. Denn hier weiß ich, welche Kosten durch unseren Umsatz gedeckt werden müssen, und welcher Gewinn dabei rauskommen soll. Da habe ich die 5-Jahres-Planung herangezogen:

2009                      2010                      2011                     2012
Umsatz -31.902.568 -35.092.825 -38.602.108 -42.462.318
Mat.aufw. 16.959.572                     18.655.529                      20.521.082 22.573.191

Rohertrag -11.776.375 -12.954.013 -14.249.414 -15.674.356

Kosten 11.549.524                     12.202.482                     12.883.570                       13.626.032

Gewinn -1.203.951                      -1.712.601                    -2.042.213                        -2.677.616

Es stimmt, ich komme eben immer auf eine Marge von 88% (Umsatz / Mat.aufwand). Der Rest sind ja Kosten, die gesteuert werden müssen.  Der Umsatz und der Mat.aufwand wächst um 10% jährlich, die Kosten um 6%.

Ich glaube, das ist der falsche Ansatz. Aber wie gesagt, wie berechnet man normalerweise den Soll-Aufschlag, um auch die Gemeinkosten eines Unternehmens zu decken und dabei den Gewinn zu erreichen?

Vielen Dank im Voraus.
Grüße
Alex88
Hallo,

irgendwie scheint mir in deinen Modell viel statisch zu sein.

Wieso nimmst du die GuV? Besteht keine Kostenrechnung auf Voll- oder Teilkostenansatz?

Wenn du schreibst das Umsatz um 10% und Kosten um 6% steigen, wo soll dann etwas verändert werden? Daher die Frage, an welcher Größe kannst du ansetzen? Darfst du theoretisch den Umsatz erhöhen (zum Beispiel durch Preissteigerung, Redurzierung Skonto und Rabatt etc.) oder darfst du die Kosten senken ?

Hast du zu den Planwerten auch schon ein paar Ist-Werte? Wie soll sonst entschieden was gemacht werden soll ohne zu wissen wo überhaupt die Abweichung auftrat.

Ich sehe leider noch keinen Zusammenhang, ich hoffe du könntes es mir noch ein bischen besser erläutern.

Gruß Reaper
Hallo,

ja, ich muss wohl und darf auch das Verhältnis Umsatz zu Materialaufwand ändern, weil das ergibt sich ja aus dem Zuschlagssatz.
Die Vorgabe ist sozusagen nur die Ebit-Marge bzw. Umsatzrendite.
Wir haben den Gewinn, den wir auf jeden FAll erreichen sollen. Und die Kosten sind fix so geplant. Dann haben wir zwar eine Richtung, wie sich der Umsatz ca. entwickeln soll. Hier ist aber die Marge zum Materialaufwand ja die Frage. Also kann ich biem Umsatz und beim Materialaufwand "spielen".

Verstehst Du mein Problem?
Danke und Grüße
Alex88
Also so richtig sehe ich irgendwie keine Lösung es klingt so als ob du etwas anpassen sollst ohne dabei etwas zu verändern.

Also ich sehe gerade nur ein Möglichkeit und das ist die Gewinnspanne in der Preiskalkulation hoch setzen und das auch nur wenn das am Markt durchsetzbar ist. Damit schaffst du die anderen Komponenten gleich zu halten. Wenn du die Menge erhöhst wird zwangsmäßig Materialaufwand steigen und meisten auch noch ne Menge anderer Kosten.

Ansonsten bleibt dir vielleicht noch ein Option den Materialpreis zu senken bzw. den Verbrauch. Wobei ich vermute das Materialpreis kaum noch zu senken geht bzw. die Abnahmemenge sonst stark zu nehmen müsste.

Wenn die Abnahmemenge aber zu nimmt müsste zwangsmäßig mehr Umsatz her. Aber ist dieser erreichbar oder hat man dort auch schon die Marktgrenze erreicht?

Also es gibt viel Stellräder aber was dort möglich ist weist nur du alleine, da du nur die UNternehmensdaten hast.

Gruß Reaper
Ok, vielen Dank.... ich werde mal schauen, wie ich hier weitermachen kann.

Grüße
Alex88
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