Buchung einer Anzahlung

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Buchung einer Anzahlung, Vom Debitor zum Kreditor?
Entschuldigt. Ich bin eben noch ein Newbie auf dem Bereich der Buchhaltung.
Deshalb hier schon meine zweite Anfrage heute:
Wir haben eine Vorauszahlung für eine noch zu erbringende Leistung verlangt und erhalten.
Eigentlich sind die Leistungsempfänger doch unsere Debitoren, oder?
Aber jetzt werden sie Kreditoren?
pfff

Vielleicht Konto Bank  an erhaltene Anzahlungen (SKR03 1717)?
Und wenn das Geld da ist: Erhaltene Anzahlungen an Erlöse?
Bearbeitet: Sperp - 05.06.2012 20:14:15
Hallo Sperp,

herzlich Willkommen in unserem Forum  :wink1:

Ich würde buchen:

1. Bank an erhaltene Anzahlungen + USt (wie du richtig sagst)
2. Forderungen an Erlöse + USt (du hast die Rechnung erstellt = Forderungen)
3. Erhaltene Anzahlungen an Erlöse + USt (wenn der Kunde bezahlt)
4. USt an Forderungen (da USt doppelt gebucht wurde, bei der Anzahlung und bei der Rechnungserstellung)

Stimmts so?
Viele Grüße Neele :-)
Hallo,

ich würde es eher wie folgt buchen (mit Beispiel 100 EUR Erlös und 20% Anzahlung):

1. Bank 23,80 EUR an erhaltene Anzahlungen 20,00 EUR + USt 3,80 EUR (Anzahlungseingang)
2. Forderungen 119,00 EUR an Erlöse 100,00 EUR + USt 19,00 EUR (Rechnungsstellung)
3. Bank 95,20 EUR an Forderungen 95,20 EUR (Zahlungseingangrestbetrag)
4. Erhaltene Anzahlungen 20,00 EUR + UST 3,80 an Forderungen 23,80 EUR (Verrechnung der Anzahlung mit Forderungen)

Müsste mit Neele in etwa übereinstimmen.

Gruß Reaper
Hi,

unsere Software (SAP) bucht Anzahlungsanforderungsrechnungen bei Zahlungseingang wie folgt: (100 € Anzahlung und 19 € USt.)

Bank 119,00 € an Debitor 119,00 €
Verrechnung Umsatzsteuer erhaltene Anzahlung 19,00 € an USt 19,00 €

Bei der Rechnungsstellung wird normal gebucht:

Debitor 1.190,00 € an Umsatzerlöse 1.000,00 €
            an USt 190,00 €

Zusätzlich wird dann die Umsatzsteuerbuchung aus der Anzahlung wieder umgekehrt gebucht:
 
USt 19,00 € an Verrechnung Umsatzsteuer erhaltene Anzahlung 19,00€

Dieses Verfahren nennt sich "Bruttoverfahren" bei den Anzahlungen. Als ich diese Buchungen zuerst gesehen hatte, waren Sie mir ziemlich fremd, da Sie ganz anders sind als im Rewe-Unterricht. Ich musste mir das auch erst einmal erklären lassen.

So hat man die Anzahlung auf dem Debitorenkonto und nicht auf einem Sammelkonto "Erhaltene Anzahlungen" und die USt-Versteuerung bei Erhalt der Anzahlung ist auch durchgeführt. Die Anzahlungen werden im SAP-System zusätzlich noch gesondert gekennzeichnet.
Vielen Dank!
Nun bleibt nur noch eine Frage:
Das Konto "erhaltene Anzahlungen" heißt bei meinem Steuerprogramm (taxpool): "erhaltene Aunzahlungen USt 16%". Diesen Steuersatz finde ich aber überhaupt nicht, und verstehe ihn auch nicht. Das ist ein Überbleibsel, oder?
Es gilt der übliche Steuersatz von 19%?
Vielen Dank
Hallo Sperp,

richtig, sofern der normale Steuersatz anzuwenden ist, sind es mittlerweile 19%. Würd den Text und die Steuerautomatik von dem Konto korrigieren.

Wie Du siehst fürhren viele Wege nach Rom. Jetzt musst Du selber entscheiden, was für Dich mit deiner Softw. am übersichtlichsten ist. Bin generell auch ein Freund der Habenbuchung bei den Debitoren, allerdings ist das mit der Ust. nicht immer ganz so einfach zu handhaben.

Gruß

Andreas
Mal verliert man :(  ..........und mal gewinnt das Finanzamt. :shock:
Hallo,
Hast Du schon mal etwas von einer passiven und aktiven Rechnungsabgrenzung gehört? Ich denke , dass deine Buchungen über diese Konten laufen.
VG :denk:
Das Bruttoverfahren mit passivierung der USt bei erhaltenen Anzahlungen würde ich persönlich nicht verwenden, eher die Netto Methode. Die Brutto Methode macht nur die Bilanzsumme länger!
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