Prozesskostenrechnung

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Hallo liebe Kollegen,

ich versuche in unserem Unternehmen eine Prozesskostenrechnung einzuführen.

Zur Info: wir sind ein mittelständisches Unternehmen (ca. 160 MA, 2 Produktionsstandorte in Deutschland) und haben 2 Fertigungsbereiche-einen Werkzeugbau und eine Spritzgussfertigung. Der Werkzeugbau beliefert ausschließlich interne Kunden (Spritzguss), im Spritzguss selbst fertigen wir sowohl Klein- als auch Großserien.

Eine Kostenrechnung, geschweige ein Controlling  gibt es noch nicht wirklich.

Hat jemand bereits ein ähnliches Projekt betreut und kann mir Infos zukommen lassen?

Vielen Dank schon im Voraus!
Hallo firsty78,

das hört sich nach einer wirklich schönen Aufgabe an. Würde mich selbst interessieren, so richtig von vorn anfangen :)

Also, wenn Du eine "echte" Prozesskostenrechnung einführen willst, bedeutet das relativ großen Aufwand. Auf die einmaligen und laufenden Controlling-Aufgaben, die eine Prozesskostenrechnung mit sich bringt, gehe ich jetzt nicht ein, da gibt es genug gute Arbeiten, Bücher und Seminare.

Vielleicht wäre es für dich bzw. das Unternehmen auch interessant, erst einmal mit einer Zuschlagskalkulation zu starten und dazu Maschinenstundensätze zu ermitteln. Darauf aufbauend könntest du dann die Gemeinkostenbereiche angehen, z. B. bei MGK einige praktikable Prozesskostensätze berechnen.

Sind die beiden Bereiche Spritzguss und Werkzeugbau auch von der Verantwortung her unter getrennter Leitung? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das gegenseitige "Ausspielen", das dadurch entstehen kann, nicht unbedingt förderlich ist. Die Abteilungen sollten Hand in Hand arbeiten (um effektiver zu sein als Mitbewerber die z. B. nur Spritzguss haben) wenn es um Themen wie Werkzeug-Abmusterung oder Qualität geht.

Ich hoffe das hilft dir ein wenig weiter.

Schönen Gruß
Hallo,

warum willst Du/will das Unternehmem mit Prozeßkostenrechnung starten? Vielleicht gibst Du uns noch ein paar Infos zu Euren Beweggründen.

M.E. sollte für ein derartiges Projekt min. eine funktionierende Kostenrechnung vorhanden sein. Kann mich deshalb vorläufig nur dem Vorschlag von CO-PC anschließen.
Hallo !

vor einer Prozesskostenrechnung sollte man keine Angst haben javascript:emoticon(':P')
Razz, da sie ein Instrument ist, das auch schrittweise aufgebaut werden kann.
Wir haben in diese Richtung schon mehrfach Erfahrungen gesammelt. Was die anderen Antworten schon benannt haben kann ich auch unterstreichen. Eine gute, flexible Kostenrechnung als Basis (vor allem Kostenstellenrechnung und ggf. Kostenträger- und Ergebnisrechnung) ist wichtig. Wir haben jedoch auch schon Projekte durchgeführt, wo wir alle 3 Bereiche schrittweise umgesetzt haben. Eine gute Software, die es ermöglicht die Prozesskostenrechnung vollständig in das Basiskostenrechnungssystem zu integrieren macht die Arbeit natürlich leichter. Die Prozesskostensätze aus der PKR müssen meiner Meinung nach direkt in der Ergebnisrechnung und Kalkulation zur Verfügung stehen, ebenso wie eine Gegenkontrolle der verrechneten Prozesskosten (und natürlich aller anderen (Gemein-)Kosten)möglich sein muss.

Soweit einmal meine Gedanken dazu.
MFG

Zitat
firsty78 quote:
Hallo liebe Kollegen,

ich versuche in unserem Unternehmen eine Prozesskostenrechnung einzuführen.

Zur Info: wir sind ein mittelständisches Unternehmen (ca. 160 MA, 2 Produktionsstandorte in Deutschland) und haben 2 Fertigungsbereiche-einen Werkzeugbau und eine Spritzgussfertigung. Der Werkzeugbau beliefert ausschließlich interne Kunden (Spritzguss), im Spritzguss selbst fertigen wir sowohl Klein- als auch Großserien.

Eine Kostenrechnung, geschweige ein Controlling  gibt es noch nicht wirklich.

Hat jemand bereits ein ähnliches Projekt betreut und kann mir Infos zukommen lassen?

Vielen Dank schon im Voraus!
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Beiträge!

Ich denke auch, dass als Basis eine "herkömmliche" KR Sinn macht. Nur möchte ich eben mittelfristig schon eine PKR haben, weil meiner Meinung nach in einer prozessorientierten Firmenstruktur eben auch die Kostenrechnung entsprechend ausgerichtet sein muss.

habe ich eigentlich erwähnt, dass wir noch keine Kostenstellen definiert haben?!?  :D
Was sollte ich im Hinblick auf die Einrichtung von KSt. und PKR beachten?

Viele Grüße,
firsty
Hallo zusammen,

ich befasse mich gerade mit der gleichen Problematik, da auch ich eine Prozesskostenrechnung einführen möchte, allerdings erstmal nur auf den Fertigungsbereich bezogen.(also nicht in den indirekten Bereichen, wie die Literatur es empfiehlt.) Ich möchte im Grunde genommen die Fertigungsgemeinksoten verursachungsgerechter auf die zu kalkulierenden Produktvarianten verteilen. Das Problem ist jetzt nur, das sich in dem Sinne ja jetzt gar keine  kostenstellenübergreifenden Hauptprozesse habe, sondern nur die einzelnen Teilprozesse der Kostenstelle. Was ist jetzt nun zu tun? Kann mir einer helfen oder hat jemand Lust, sich mit mir auszutauschen?

Viele Grüße und einen schönen Sonntag noch,
Katrin
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